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BARF: So wird Lilly gefüttert {inkl. Buchempfehlung)

Ein Thema, dass mir sehr wichtig ist, aber über, dass ich noch nie im Detail hier im Blog geschrieben habe, oder nur in Auszügen, ist Lill’s Ernährung. Lilly wird gebarft und ihr stellt mir häufig und viele Fragen zu dem Thema und viele von euch, wünschen sich einen ausführlichen Artikel darüber. 

Ich habe mich mit dem Thema bisher zurückgehalten, da ich mich selbst zwar sicher fühle mit der Fütterung von Lilly, es aber doch einiges zu beachten gibt und ich (noch) keine ausgebildete Ernährungsberaterin für Hunde bin. Trotzdem wage ich mich heute an das Thema mal heran und berichte euch wie ich zum barfen kam, wie das bei uns im Alltag aussieht und wie meine Erfahrungen damit sind. Nur werde ich keine detaillierten Fütterungsempfehlungen oder Grundwissen zum Thema BARF vermitteln, stattdessen werde ich euch am Ende des Artikels ein Buch empfehlen, dass ich kürzlich gelesen habe und das ich vor allem für BARF-Anfängern sehr empfehlen kann. 

Wie so viele andere Hundebesitzer, hatte ich keine Ahnung von Hundeernährung als Lilly bei mir einzog. Sie wurde mir an einem Sonntag zusammen mit einem Sack Trockenfutter „übergeben“ und als ich dieses in ihren Napf gab, stand ich etwas traurig davor und fragte mich, ob ein Hund wirklich nur so einseitig und langweilig ernährt werden kann. Ich fragte mich, was man einem Hund wohl füttern könnte, wenn man kein Fertigfutter hätte. Es kann ja nicht sein, dass der Hund das einzige Lebewesen ist, dass nur industriell verarbeitete Nahrung zu sich nehmen kann. 

Ich wolle mehr Liebe in Lill’s Napf. Da erinnerte ich mich, dass der Hund von meinem Vater immer frisches Fleisch und Gemüse in seinen Napf bekam und fand mich wenig später auf Google wieder, wo ich BARF in das Suchfeld eingab. 

Frisches Fleisch, Gemüse, Obst und Knochen, das ist die Grundidee hinter dem Hundeernährungskonzept BARF (Bones And Raw Food oder Biologisch artgerechte rohe Fütterung). 

Meine erste Sorge war, dürfen Hunde wirklich rohes Fleisch essen? Ja dürfen sie und es enthält sogar viel mehr Nährstoffe als gekochtes Fleisch. Meine zweite Sorge war, ob Lilly wohl Gemüse und Obst fressen würde. Ich gab ihr ein Stück Apfel und ein Stück Karotte und wusste, das wird was mit dem frischen Fressen. Sie fand beides großartig! 

Da ich 2014 als Lilly zu mir kam noch in Athen in Griechenland lebte, hatte ich nicht die Möglichkeit mir einfach mal schnell ein Fachbuch zum Thema Barfen zu kaufen, ich hätte eins bestellen können, aber mit der griechischen Post hatte ich nicht unbedingt ein großes Vertrauensverhältnis. Also entschied ich mich für ein E-Book und laß ergänzend unzählige Blogartikel. Die Frau meines Vaters gab mir am Telefon einen kleinen Crashkurs und zwei Tage später hatte Lilly das erste Mal rohes Hühnerfleisch, Obst und Gemüse im Napf. Sie liebte es. Sie war damals 4 Monate alt und ich habe ihr Futter von einem auf den anderen Tag umgestellt. Das klappt ohne Probleme sicher auch darum, weil ich gar nicht wusste, dass man das möglicherweise langsam machen sollte. Heute weiß ich, dass umso älter ein Hund ist und umso länger er nur Fertigfutter bekomme hat, umso langsamer sollte man das Futter umstellen, also Neues und Altes Futter eine Weile mischen, damit das Verdauungssystem nicht überfordert wird. 

Es gab vieles dass ich nicht wusste und so dachte ich auch wenig darüber nach, woher ich das Fleisch beziehen könnte. In Athen gab es damals keinen Online Shop oder einen Laden indem ich BARF-Fleisch hätte kaufen können, also ging ich einfach zum Metzger. Dort wurde ich einigermaßen schief angeschaut, als ich erklärte, dass ich für meinen Hund einkaufe. Ich erfand eine kleine Notlüge und erzählte, dass mein Hund krank ist und Allergien hat, zeigte meine kleine Maus durchs Fenster und ab da hatte ich vollstes Verständnis und wurde jedes Mal gefragt wie es meinem Hund geht, wenn ich reinkam. Manche Dinge konnte ich in Griechenland aber einfach nicht bekommen. Blättermagen zum Beispiel, wird in Griechenland gereinigt und ist eine Delikatesse. Ungereinigten Blättermagen zu bekommen, war also unmöglich. Fleisch, Innereien und Knochen bekam ich aber und das Gemüse kaufte ich wie auch das für mich, immer frisch auf dem Wochenmarkt. Ich begann Wochenvorräte anzulegen und fertige Portionen einzufrieren. Bei Welpen ist das eine kleine Herausforderung, da sich das Gewicht ständig verändert und man die Portionen fast wöchentlich anpassen muss. 

Als Lilly ca. 6 Monate war, ließ ich meinen Futterplan einmal von einer Expertin überprüfen, und reduzierte die Knochenmenge etwas, da sie viel Calcium bekam. Mit allem anderen waren wir aber gut. Der kleine Check gab mir aber mehr Sicherheit in der Fütterung, denn hier und da ließ ich mich immer mal wieder verunsichern, wenn andere Hundehalter mit dem Kopf schüttelten und mir sagten, dass diese Art der Fütterung gefährlich sei, weil der Hund nicht alle Nährstoffe bekommen würde. 

Mit Ausnahme von einem Sommer auf Mykonos, als ich keine Gefriertruhe hatte und Lilly Fertigfutter bekam, wird sie nun seit sie 4 Monate alt ist mit frischen Lebensmitteln und rohem Fleisch gefüttert. Seit wir in Deutschland leben, ist es für mich nun auch viel einfacher das richtige Fleisch für Lilly zu bekommen, da es zahlreiche Möglichkeiten gibt, dies online zu bestellen.

Ernährung für Hunde und für Menschen ist ein großes Thema und man lernt nie aus. Darum lese ich immer wieder Bücher um mein Wissen zu vertiefen, aber auch aufzufrischen, damit sich aus der Routine keine Ernährungsfehler einschleichen und Lilly durch die Inspiration von BARF-Rezepten immer wieder Abwechslung im Napf findet. 

Über die Jahre haben sich meine Ansprüche an die Herkunft meiner und Lill’s Lebensmittel verändert, was ebenfalls zu kleinen Veränderungen im Napf führt. Wir und Lilly konsumieren kein Fleisch aus konventioneller Massentierhaltung und das Obst und Gemüse kaufen wir regional und saisonal. Lilly bekommt zudem auch oft Reste von uns oder Obst und Gemüse das bei uns übrigbleibt. Das ist besonders schön, weil wir dadurch nichts mehr wegwerfen müssen. Es gibt immer wieder Situationen, in denen ich vor dem Kühlschrank stehe, sehe da sein Gemüse übrig ist und einfach kurz online prüfe, ob Lilly das essen darf oder nicht. In den 6 Jahren mit Lilly habe ich mir viel Wissen angeeignet, aber wenn ich mir nicht sicher bin, prüf ich ein Lebensmittel einfach kurz online. 

Den riesigen Zeitaufwand für die Zubereitung von frischem Futter, empfinde ich überhaupt nicht als solchen. Obst und Gemüse-Mixe bereits ich alle 2-3 Wochen vor, mach eine große Schüssel und friere sie in kleineren Portionen ein. Das Fleisch bestelle ich meistens online und muss es lediglich rechtzeitig auftauen. Aber das ist etwas, dass sehr schnell zur Routine wird und auch wirklich nicht anstrengend ein Stück Fleisch aus der Tiefkühltruhe zu holen. Die tägliche Zubereitung dauert nicht länger als 5 Minuten. Ich wiege nur selten etwas ab, da ich die Mengen mittlerweile gut im Gefühl habe und an Lilly selbst sehe, wenn sie mehr oder weniger braucht. Ich weiß wann sie einen super aktiven Tag hatte, wann sie im Fellwechsel oder Läufig ist und passe das Futter in diesen Zeiten etwas an. Die Zeit hat Lill’s in ihrem Napf verdient und mich macht es jedes Mal glücklich, wenn ich ihr einen mit Liebe zubereitetes Futter geben kann. Die Belohnung ist ein glücklicher und gesunder Hund. Lilly hat mit 6 Jahren keinen Zahnstein und stinkt nicht, auch nicht, wenn sie nass ist. 

Im Urlaub oder wenn ich wirklich mal vergesse rechtzeitig etwas aufzutauen, bekommt Lilly auch mal Fertigfutter aus der Dose. An Freitagen bekommt sie Nassfutter auf Insektenbasis anstelle von Fleisch und montags ist unser Veggy-Day, da bekommt sie vegetarisches Nassfutter. Mit den Insekten reduziere ich die Fleischmenge um die Umwelt zu schonen und mit dem vegetarischen Futter gebe ich ihrem Körper eine Pause, damit er Zeit hat die Harnsäure abzubauen, die durch den Konsum von Fleisch produziert wird. Bekommt der Hund zu großen Mengen Fleisch über einen langen Zeitraum, kann es vorkommen, dass nicht mehr genügend Harnsäure abgebaut werden kann, was dann vor allem bei älteren Hunden zu Problemen mit Leber und Nieren führen kann.

Was genau in Lill’s Napf landet, habe ich in den Instagram Story Highlights für euch gespeichert. Schaut da gerne mal vorbei! 

Für diejenigen von euch, die sich mehr mit dem Thema BARF beschäftigen möchten, kann ich das Buch „Barf-Bibel“ von Hundeo empfehlen. Hier wird alles rund um das Thema BARF einfach erklärt. Ihr findet hier wirklich wissenswerte Informationen zum Thema Fertigfutter und der einen oder andern Problematik mit und was ich besonders schön finde und warum ich euch das Buch auch gerne empfehle, der Autor Enrico Bachmann von Hundeo, erklärt auch wie wichtig die Herkunft von Fleisch, Obst und Gemüse ist. Bio-Fleisch, Bio-Obst und Bio-Gemüse haben mehr Nährstoffe und sind damit gesünder für den Hund. Das ist etwas, dass nicht nur fürs Barfen gilt, sondern auch die die Zutaten in Fertigfutter. 

Das Buch ist aber auch etwas für erfahrene Barfer, die wie ich ihr wissen immer wieder gerne mal etwas auffrischen und ergänzen wollen. 

Ich hoffe dieser kleine Einblick in Lill’s Fütterung hat euch gefallen, lasst mich gerne wissen, wenn euch bestimmte Themen noch tiefer interessieren! 


Werbung | Dieser Artikel entstand in freundlicher Kooperation mit Hundeo.

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2 Comments

  • Reply
    Anja
    28. September 2020 at 12:37 pm

    Schade, dass du für dieses Buch Werbung machst. Hundeo finde ich, ist eine sehr unseriöse Webseite rund um den Hund. Die hauptsächlich vom affiliate Links leben, dies nur leider nicht auf der Homepage kennzeichen. Und auch die Werbung, die sie schalten, finde ich kritisch. Für mich ist das unseriös und alleine aus diesem Grund würde ich das Buch niemals kaufen. Ich mag deinen Blog und vor allem deinen Shop sehr, deshalb verwundert es mich sehr, dass du solch eine Kooperation eingehst. Wirklich schade 😞

    • Reply
      LILLY & LENA
      28. September 2020 at 6:09 pm

      Liebe Anja,
      oh das tut mir leid, aber ich hatte noch keine negativen Berührungspunkte mit Hundeo. Ich habe das Buch gelesen und fand es wirklich gut, vor allem weil es kaum BARF Bücher gibt, die darauf hinweisen wie wichtig die Fleischherkunft ist.
      Liebe Grüße, Lena

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