Training

Dummy-Training

Was ist das und warum sollte ich das mit meinem Hund machen? 

Bevor ich euch weiter unten in diesem Artikel ein paar Inspirationen für den Einsatz des Dummies gebe, möchte ich erst einmal klären, was ein Dummy überhaupt ist, was man darum macht und warum sehr viele Hunde so große Freude daran haben. Denn als Lilly vor 8 Jahren bei mir einzog, gehört Dummy Training zu den Begriffen, unter denen ich mir gar nichts vorstellen konnte. Vielleicht geht es Dir auch so? Dann bist Du hier gerade genau richtig! 

Was ist Dummy-Training?

Dummy-Training wurde ursprünglich zum Training von Retrievern und Jagdhunden eingesetzt. Das Dummy-Training kann aber auch ganz ohne Jagd-Ambitionen und ohne großen Aufwand mit dem Hund zur Auslastung ausgeführt werden. 

Im Grunde dürfen die Hunde beim Dummy-Training ihrer eigentlich angedachten Aufgabe folgen und „etwas“ (dem Hund ist das fast egal) zurück zu Herrchen oder Frauchen bringen, wofür sie dann belohnt werden. Das Apportieren verlangt dem Hund einiges an Konzentration ab. Je nach Übung kommt auch die Nase zum Einsatz. Für manche Hunde ist das einfacher, andere lieben das Apportieren so sehr, dass sie den ganzen Tag etwas im Maul mit sich herumtragen.

Was ist ein Dummy?

Der Dummy funktioniert dabei als Attrappe für geschossenes Wild oder Enten. Während man im Jagdtraining auch mal echte tote Tiere verwendet, kommen im Freizeitgebrauch nur Attrappen zum Einsatz. Es gibt zwei verschiedenen Arten von Dummies. Dummies die mit Sand gefüllt sind, und Futterdummies, in die man Leckerli einfüllen kann. Für manche Hunde sind Dummies ohne den intensiven Geruch von Leckerli besser geeignet, andere brauchen diesen als extra Motivation.

Für welche Hunde ist das Dummy-Training geeignet? 

Jagdhunde und Retriever haben besonders viel Freude am Dummy-Training, da sie hier genau das machen, wofür sie gezüchtet wurden. Während die Aufgabe eines Jagdhundes etwas vielseitiger ist und auch das Aufspüren, Verfolgen und Reißen umfasst, wurden Retriever „nur“ dazu gezüchtet, das geschossenen Wild zum Jäger zu bringen. Golden Retriever wurden z. B. spezielle dafür gezüchtet, geschossene Enten aus dem Wasser zu apportieren und haben darum nicht nur ein besonders „sanftes Maul“ und Schwimmhäute an den Pfoten, sie sind durch ihre dicke Unterwolle auch sehr Kälte unempfindlich im Wasser.

Dein Hund muss kein Jagdhund oder Retriever sein, um Freude am Dummy-Training zu haben. Probiere es einfach mal aus und habe etwas Geduld. Es dauert manchmal ein wenig, bis die Hunde das Prinzip des Apportierens verstanden haben.

Lilly hat das Apportieren zu Beginn überhaupt nicht verstanden. Für einen Dummy ohne Leckerlifüllung fehlte ihr völlig die Motivation und die Dummies mit Leckerli brachte sie erst einmal in Sicherheit anstatt zu mir. Erst als sie verstand, dass sie ohne meine Hilfe nicht an das Innere kommt, warf sie mir ihre Beute vor die Füße. 

Wie funktioniert das Dummy-Training? Inspiration & Ideen

Je nachdem, wie ernsthaft und mit welcher Intention man das Dummy-Training betrieben möchte, gibt es ganz unterschiedliche Herangehensweisen. Das Dummy-Training kann z. B. mit der Fährtensuche kombiniert werden. Hierzu wird der Dummy über den Boden gezogen und eine Geruchsspur gelegt, die der Hund dann folgt, um am Ende den Dummy zu finden und zu apportieren. Der Dummy kann aber auch einfach nur geworfen werden, um dann zu Herrchen oder Frauchen zurückgebracht zu werden. Oder Du versteckst ihn etwas im hohen Gras. Hierbei kannst Du Deinen Hund zu Beginn zusehen lassen, wo Du hinläufst und den Dummy fallen lassen, später kannst Du Dich ein paar Mal bücken und an mehreren Stellen so tun, als würdest Du den Dummy auf den Boden legen und später kannst Du den Dummy verstecken, ohne dass Dein Hund Dich dabei beobachtet. Wenn Du alleine üben willst, ist das eine schöne Gelegenheit, das Kommando „Sitz & bleib“ zu üben. Lilly hat dazu eine Weile gebraucht, hält es aber heute gut aus, auf mein „Such“ Kommando zu warten. Dann gibt es aber kein Halten mehr und sie fetzt los, um den Dummy zu suchen und zu apportieren. Man sieht ihr an, wie viel Freude sie daran hat. Die Belohnung ist dabei nur extra ein Bonus.

Was brauche ich für das Dummy-Training? 

Du brauchst nicht viel. Im Grund nur einen Dummy Deiner Wahl und eine Belohnung, die Du in den Dummy packst oder an Dir hast. Optional kann ein Klicker, um das Dummy-Training in kleinen Schritten aufbauen und/oder Deinem Hund deutlich zu machen, was genau von ihm verlangt wird. 

Darauf solltest Du bei der Wahl eines Dummies achten:

Dein Hund hat den Dummy im Maul, er sollte darum waschbar sein. Da das Material des Dummies in direktem Kontakt zu dessen Schleimhäuten im Maul steht, solltest Du darauf achten, dass dieses keine Schadstoffe enthält. Synthetische Fasern sind z. B. besonders pflegeleicht, können aber krebserregende Schadstoffe und Mikroplastik abgeben. Baumwolle aus konventionellem Anbau kann Pestizide enthalten. 

Wir haben einen Dummy entwickelt, der nicht nur funktional ist, sondern auch weder der Gesundheit unserer Hunde noch unserer Umwelt schadet. Er besteht aus Bio-Baumwolle und kann in der Waschmaschine gewaschen werden. Hier gehts zum Shop.

Als Füllung kannst Du jede Art von Leckerli verwenden, aber auch Trockenfutter. Unser Tipp sind unsere Bio-Putenwürstchen. Die sind nicht fettig, gut zu dosieren und es soll Hunde geben, die schon Purzelbäume dafür gemacht haben! 

Tipp: Der Futter-Dummy eignet sich unterwegs auch super als Leckerli-Beutel. So brauchst Du keinen extra Beutel und hast den Dummy für kleine Apportiereinheiten immer dabei.

Noch mehr zum Thema Auslastung kannst Du hier lesen:

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