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Sodbrennen (Reflux) beim Hund | Hat Lilly Stress? | Update: das hat geholfen

Ein lautes Aufstoßen, Würgen und nervöses Schmatzen von Lilly, weckte uns in den letzten Wochen bereits viermal. Jedes Mal dachten wir, Lilly müsse sich übergeben, also rannten wir nach unten um Lilly die Gartentür zu öffnen. Aber draußen angekommen, übergab sich Lilly nicht, sondern begann das gefrorene Gras zu fressen.

Wäre das Gras nicht halb gefroren gewesen, hätte ich sie vielleicht eine Weile fressen lassen, aber ich machte mir Sorgen, dass es Ihre vermeintliche Übelkeit noch schlimmer machen könnte. Also rief ich sie jedes Mal wieder herein und streichelte ihr Bäuchlein bis sie neben uns im Bett einschlief.

Beim vierten nächtlichen Zwischenfall vergangene Woche, zeigte uns Lilly, dass es ihr wirklich gar nicht gut ging. Sie wollte sich nicht mehr hinlegen, die Brühe nicht trinken die ich ihr nachts machte und schaute mich nur mit großen „Hilf mir“ Augen an. Nur Leckerli nahm sie noch an. Immerhin. Aber trotzdem untypisch für meine tapfere Maus, da sie sich sonst nicht anmerken lässt, wenn sie etwas hat. Ich hatte das Gefühl, dass es Sodbrennen sein könnte, wusste aber gar nicht, ob es das bei Hunden überhaupt gibt. Nach ganz vielen Streicheleinheiten, legte sie irgendwann ihr Köpfchen auf meine Hüfte und schlief dann irgendwann auch wieder ein. Ich hatte das Gefühl, dass es ihr besser ging, wenn sie ihren Kopf etwas weiter oben hielt. Jedes Mal, wenn sie sich vorher ablegte, stieß sie wieder auf und schmatzte nervös.

Arme Maus! Am nächsten Tag machte mich über Google schlau und fand raus, das Hunde tatsächlich Sodbrennen haben können.

Wie auch bei uns, findet dabei ein Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre statt, was zu einem Brennen im Hals führt.


Die Symptome von Sodbrennen beim Hund:

Aufstoßen | hektisches Leerschlucken und zeitgleich ablecken | vermehrter Speichelfluss | Würgebewegungen | Schmatzen | Erbrechen einer schaumartigen Substanz (Galle) | Unwohlsein | Ablehnen von Futter | wechselnder Appetit

Eine tierärztliche Diagnose kann nur durch eine Magen-, oder Speiseröhrenspiegelung gestellt werden.


 

Das hilft bei Sodbrennen:

  • Trockenes Brot
  • Naturjoghurt
  • Heilerde
  • Ulmenrinde
  • Medikamente

Weiter unten im Update, findest Du die Mittel, die bei Lilly geholfen haben.

Als Lilly nach dem Abendessen wieder aufstieß und schmatzte, gaben wir ihr ein Toastbrot. Trockenes Brot hatten wir nicht zuhause. Es half! Nach nur 5 Minuten legten sich die Symptome und Lilly ging es die ganze Nacht gut. Seitdem kam das Sodbrennen nicht mehr vor.

 

Aber warum hatte sie überhaupt Sodbrennen?

Es gibt viele mögliche Ursachen. Aber fast alle kann ich sicher ausschließen:

Ursachen für Sodbrennen beim Hund

  • Futterumstellung (bei einer Umstellung auf BARF kommt das häufiger vor)
  • Medikamente
  • Hunde mit Asthma haben häufiger Sodbrennen
  • Verspätete Fütterung (wenn sonst immer regelmäßig, weil in Erwartung auf das Futter Magensäure gebildet wird)
  • Leckerli mit Zucker
  • Snacks außerhalb der Fütterungszeiten, weil sich zu viel Magensäure bildet
  • Stress

Nur eine mögliche Ursache, kann ich nicht sicher ausschließen: Stress.

Ich hatte zwar die letzten Wochen nicht das Gefühl, dass Lilly gestresst wäre und ich sehe auch keinen offensichtlichen Grund, aber eine Vermutung habe ich doch. Der anstehende Umzug.

Ist Lilly wirklich so sensibel, dass sie spürt, dass es mal wieder Zeit für einen Umzug ist? Falls ihr euch fragt, warum das einen Hund überhaupt stressen könnte, gibt euch „unsere Story“ einige Hinweise. Lilly und ich sind schon sehr oft umgezogen. Ihr letzter große Umzug war von Griechenland nach Deutschland mit einem für sie sehr traumatischen Flug verbunden. Lilly und ich haben auch noch nie einen Mann „mit umgezogen“ J. Die durften in der Vergangenheit nicht mit. Da sie sehr an Patrick hängt, könnte ein Umzug Verlustängste in ihr wecken. Reine Spekulation, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass es der Umzug ist, der bei Lilly stressbedingtes Sodbrennen auslöst. Ich habe bereits begonnen hier und da im Haus auszusortieren, die ersten 1-2 Kisten sind voll … und jedes Mal beobachtet Lilly ganz genau was ich tue. Meine arme Maus, wenn ich ihr nur erklären könnten, dass der Umzug toll wird und wir Patrick ganz sicher mitnehmen!

Ich habe nun auch keine gute Lösung, denn ich werde noch viel mehr Kisten packen müssen. Den Umzugstag selbst, kann ich der Maus ersparen, aber nicht die Wochen vorher, in denen wir nach Feierabend Kisten packen.

Ich werde das Sodbrennen nun weiter beobachten und sollte es wieder vorkommen auch mit ihr zum Tierarzt gehen. Das wäre dann seit fast einem Jahr das erste Mal, denn ziemlich genau seit wir die AGILA Tierschutzversicherung haben, ist Lilly kerngesund. Keine Schnittwunden an den Pfoten mehr, nichts. Aber mir soll es recht sein! Lieber eine Versicherung und gesund, als ungesund und keine Versicherung!

Bis dahin werde ich mich mal schlau machen, wie ich sie mit pflanzlichen und natürlichen Mitteln unterstützen kann. Ich denke dabei an Bachblüten, Hanfsnacks und Naturjoghurt im Futter. Nichts das ihr Schaden könnte, aber ihr vielleicht den Stress ein wenig leichter macht.


Update 18.02.2020:
Das hat bei Lilly gegen das Sodbrennen geholfen:

Danke für eure vielen Tipps!
Seit zwei Wochen bekommt Lilly nun folgendes hat seitdem (trotz großer Packaktionen) kein Sodbrennen mehr gehabt. Der Gang zu Tierarzt blieb uns so erspart.

Hinweis: Meine Dosierungen sind keine Empfehlung, bitte die Packungsbeilage lesen, das Gewicht eures Hundes beachten und im Zweifel einen Fachmann fragen. Ich weiß, dass man Bachblüten und Globuli idealerweise mehrmals täglich gibt, aber ich bin ganz ehrlich, wir schaffen das nicht. Immer wenn ich sie morgens in die Handtasche packe, um sie ihr tagsüber im Büro zugeben, liegen sie Abends immer noch drin, was dazu führt, dass ich es Zuhause auch vergessen. 🙂

Mit diesen natürlichen Mitteln, hatten wir nun großen Erfolg. Lilly hat wirklich nicht einmal mehr Sodbrennen gehabt und wir haben viel gepackt an den letzten Wochenenden. Ich werd ihr alles bis zum Umzug weitergeben und denke, dass sich die Ursache – der Umzugs-Stress – für Lilly dann erledigt hat.

Update Ende

 


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3 Comments

  • Reply
    Mareike und Yuki
    5. Februar 2020 at 11:16 pm

    Wir hatten das Problem bei unserm großen auch. Seit einer Magenschleimhaut Entzündung aufgrund eines Fremdkörpers, hat er häufiger Sodbrennen gehabt, vorallem das Schmatzen in der Nacht hat echt an den Kräften von ihm und auch uns gezerrt. Zuerst haben wir vom TA ein Medikament bekommen,was auch wirklich super half, jedoch braucht er es seitdem täglich 2x (morgens und abends). Irgendwann sagte unsere Tierärztin,dass wir auf Ulmenrinde umsteigen sollen,da es halt pflanzlich ist. Seitdem koche ich alle 5 Tage Ulmenschleim und er bekommt es morgens und abends per Spritze uns Maul. Seitdem ist er unauffällig. Vielleicht ist es nicht nachhaltig ,aber es ist mir lieber als ein leben lang Medikamente zu geben.Vlt. findest du ja eine zumindest Plastikfreie Variante.

    • Reply
      LILLY & LENA
      6. Februar 2020 at 11:47 am

      Vielen lieben Dank für den Tipp! Das schau ich mir mal an!

  • Reply
    Chris
    26. April 2020 at 11:29 am

    Ich halte nicht viel von Medikamenten egal ob für den Hund oder für uns Menschen. Wenn es nicht anders geht muss es sein, aber immer wenn es Alternativen gibt versuche ich diese zu nutzen. Ich finde es super das du deinem Hund mit pflanzlichen Alternative versuchst du behandeln.

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