Ernährung & Rezepte

Was mir bei Leckerli wichtig ist & warum ich sie jetzt selbst mache

Mir reicht es jetzt mit den industriellen Leckerli für Hunde! Da ist so viel drin, dass ich Lilly nicht füttern will. Zudem reagiert sie auf die meisten mit Blähungen, was noch mehr ein Zeichen dafür ist, dass einfach nur Mist drin ist. Ich habe mich auch entschieden Lilly zu BARFEN, weil ich auch dem Trockenfutter nicht wirklich traue (ich weiss, das ist ein Thema für sich – werde ich im Blog noch aufgreifen) und – und das ist wohl der entscheidende Punkt für mich. Ich habe so viel Freude daran Lilly´s futtern selbst zuzubereiten. Ich habe ihr eine Weile Trockenfutter gegeben. Ihr einen Becher voll aus dem Eimer in ihren Napf zu geben, kam mir irgendwie lieblos und einseitig vor. Zumal Lilly auch nicht wirklich verrückt nach dem Trockenfutter war und ich ihr meistens was untermischen musste damit sie es überhaupt isst.

Zurück zum Thema Leckerli. Lilly bekommt viel Leckerli, weil sie noch jung und ist und wir täglich trainieren, bei Fuss laufen üben und ich Spass daran habe ihr unnötige Tricks beizubringen. Leckerli machen also einen grossen Teil ihrer Ernährung aus und ihr irgendwelche Leckerli zu geben, während ihre Hauptnahrung aus Bio Gemüse, Obst und frischen Fleisch vom Metzger besteht, macht für mich einfach keinen Sinn. Ganz oder gar nicht. Und ich möchte Lilly konsequent gesund ernähren, nicht nur teilweise.

Wichtig hierbei ist mir, dass sie kein Getreide im Futter hat und alle Inhaltsstoffe gesund und qualitativ hochwertig sind.

Also habe ich vor zwei Wochen angefangen Leckerli selbst zu machen. Mit einem Dörrautomat trockne ich nun Fleisch und schneide es in kleine Stücke. Das dörren im Dörrautomat dauert ein paar Stunden, ich muss dabei aber nichts tun ausser das Fleisch vorher in dünne Scheiben zu schneiden. Damit ich das Fleisch in dünne Scheiben schneiden kann (verkürzt den Dörrprozess erheblich und vermehrt die Menge der Leckerli die ich daraus gewinne), lege ich es ein paar Stunden in den Gefrierschrank bis es angefroren ist und sich leichter dünn schneiden lässt. Das dörren selbst benötigt je nach dem wie dünn die Stücke sind, 5-8 Stunden.

Absolut kein Hexenwerk, und Lilly liebt das getrocknete Fleisch. Nur Innereien wie Leber werde ich nicht mehr trocknen. Der Gestank ist unerträglich. Ich hab hier schon mal kurz darüber berichtet.

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So sehen unsere selbst gemachten Leckerli aus Hühnerfleisch aus. Ganz oben im Bild sind sie noch am Stück, hier um Bild in kleine Stücke geschnitten. (Ich nutze dazu eine Gartenschere :))

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Das ist getrocknete Rinder-Leber. Lilly macht Purzelbäume dafür, aber ich tue mir mit dem Gestank beim dörren sehr schwer!

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Falls ihr Euch einen Dörrautomat anschaffen wollt, würde ich auf das Fassungsvolumen achten. Je mehr rein passt, desto seltener müsst ihr das Gerät laufen lassen. Meiner hat 5 Etagen und die Temperatur lässt sich zwischen 35 und 70 Grad regeln, wobei ich für Fleisch 70 Grad verwende.

Ich habe den Dörrautomat weniger gekauft um Geld zu sparen, als aus Überzeugung damit das richtig für Lilly zu tun, aber ich bin mir sicher, dass man so langfristig auch Geld spart. Hängt sicher davon ab wie viele und welche Leckerli man füttert.

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Ich habe kürzlich auch versucht Leckerli selbst zu backen, es ist aber gar nicht so einfach getreidefreie Rezepte zu finden. Ich habe eins gefunden, dessen Hauptbestandteile aus Kokosnuss-Mehl, Mais-Mehl, Bananen und Eiern besteht.

Das Ergebnis sah etwas bröselig aus, die Zubereitung war mühsam (ich hab schon für das ausstechen von Weihnacht-Plätzchen nicht wirklich Geduld) und Lilly hat zwei Mal davon erbrochen. Ich glaube es ist das Kokosnuss-Mehr dass sie nicht wirklich verträgt.

Ich werde weiter nach Rezepten suchen und weiter ausprobieren, der Dörrautomat war aber absolut eine super Anschaffung und jeden Cent wert!

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19 Comments

  • Reply
    Jeanette von Pfotentick
    26. Februar 2016 at 6:50 pm

    Wir haben auch bereits über einen Dörrautomat nachgedacht, haben dann aber bei „Herrchen kocht“ ein Rezept für knusprige Hühnerstreifen gefunden. Diese werden im Backofen gemacht und das hat auch super funktioniert. Aber im Dörrautomat gehts bestimmt schneller und je nach Fassungsvermögen hat man sicher auch mehr Platz. Vielleicht muss ich mich damit nochmal beschäftigen 🙂

    Die Hähnchenstreifen gibt es jetzt auf jeden Fall öfters bei uns. Denn genau wie Du geschrieben hast, wollen wir wissen was drin ist und unseren Mädels gute Sachen zu futtern geben. Wir stellen auch gerade auf BARF um.

    Ich hoffe Du findest noch einige Rezepte und berichtest darüber!
    Ganz liebe Grüße

    • Reply
      LILLY & LENA
      26. Februar 2016 at 7:12 pm

      Das mache ich auf jeden Fall!
      Ich hatte auch zuerst überlegt die Leckerli im Backofen zu trocknen, aber wenn ich das richtig verstanden habe, lässt man dazu den Backofen einen Spalt offen und das klang mir nicht nur nach einer großen Energie Verschwendung, als viel mehr auch nach einer Heizung. Meine Küche ist offen zum Wohnzimmer und hier in Athen brauche ich im Sommer eine Klimaanlage, weniger eine zusätzliche Hitzequelle 🙂
      Viel Freude beim BARFEN!

  • Reply
    Andrea
    26. Februar 2016 at 7:15 pm

    Wir haben auch so einen Dörrautomat und Linda liebt dieses Gerät. Wenn es läuft, ist sie kaum aus dem Haus zu bewegen oder will schneller wie geplant wieder nach Hause. Schließlich muss der Vorgang überwacht werden… 😉

    Klar, der Geruch von gedörrtem Fleisch ist sicher nicht jedermanns Sache, aber dafür spart man jede Menge Konservierungsmittel oder sonstige Chemie auf dubiosen industriell gefertigten Leckereien ein.

    LG Andrea

    • Reply
      LILLY & LENA
      26. Februar 2016 at 7:28 pm

      Ja stimmt, wenn das Ding läuft und den Fleischgeruch im ganzen haus verteilt, ist Lilly auch immer ganz aufgeregt. Sicher auch weil sie naschen darf. Sie muss ja testen ob es auch schmeckt! 🙂
      Den Fleischgeruch kann ich gut aushalten, nur Leber war wirklich eine Spur zu heftig.

  • Reply
    Socke-nHalterin
    26. Februar 2016 at 7:38 pm

    Wir dörren auch selber. Zuletzt zum Valentinstag, leider ist unser Gerät dabei kaputt gegangen. Aber ein neues Gerät zieht hier bestimmt ein. Und genügen aber 5 Etagen, denn so viele Leckerli bekommt Socke nicht. Wir kommen lange damit aus.

    Die Gründe selbst zu dörren sind denen von Euch gleich.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    • Reply
      LILLY & LENA
      26. Februar 2016 at 8:18 pm

      Oje, was ist denn passiert das der Dörrer kaputt gegangen ist? Und welche Marke war es? Vielleicht hilft das als Tipp für alle die, welche über eine Neuanschaffung nachdenken.

  • Reply
    Renate
    26. Februar 2016 at 8:03 pm

    Das würde ich auch sehr gerne ausprobieren. Wenn Du größere Mengen zubereitest, wie lange kann ich das anschließend lagern?

    • Reply
      LILLY & LENA
      26. Februar 2016 at 8:15 pm

      Bei uns haben auch größere Mengen bisher nicht so lange gehalten – einfach weil Lilly alle gegessen hat 🙂 Aber ich hab mal eben recherchiert und muss ehrlich sagen ich bin nicht 100%tig sicher. Manche sagen unbedingt Luftdicht verpacken, andere sagen auf keinen Fall Luftdicht verpacken. Die meisten raten das Dörrfleisch offen noch ein paar Tage nachtrocken zu lassen. Im Kühlschrank sollten sie nicht aufbewahrt werden, dort entsteht ja wieder Feuchtigkeit und das Fleisch schimmelt sehr schnell. Was ich bestätigen kann, ist das Innereien wie Herz oder Leber auch nach dem dörren noch fettig sind und eher nicht so lange halten. Manche sagen es hält ein paar Wochen, andere sagen ein paar Monate.

      Ich nehme Deine Frage mal zum Anlass und machen einen Test wie lange es wirklich hält, Luftdicht verpackt und nicht luftdicht verpackt. Ein update kommt sobald das erst Stück schimmelt! 🙂

      • Reply
        Rebecca
        27. Februar 2016 at 12:00 pm

        Ich glaube es ist am besten wenn man sie beispielsweise in einem großen Glasgefäß verpackt aber den Deckel ein bisschen auflässt, da sie sonst wirklich leicht schimmeln. Auch wenn es komplett durchgedörrt ist, ist es ja nicht haltbar gemacht und besprüht wie die Leckerlies die man als Dörrfleisch kauft. 😉 Und wenn ein bisschen Luft dran kommt, halten die Leckerlies echt ewig bei mir.. also nicht wirklich bei Pixies Appetit, aber ich mache immer ein richtig großes Batch von zweimal 5 Tablets voll und die halten dann vier Wochen bei uns. Liebe Grüße Rebecca

        • Reply
          LILLY & LENA
          27. Februar 2016 at 2:23 pm

          Hi Rebecca, super, damit hat sich die Frage der Haltbarkeit geklärt! Danke!

  • Reply
    Bonjo
    26. Februar 2016 at 11:39 pm

    das sieht voll lecker aus…. *sabber*
    lass es dir schmecken liebe Lilly

    schlabbergrüße Bonjo

  • Reply
    Rebecca
    27. Februar 2016 at 11:58 am

    Supercool! Ich mache meine Hundeleckerlies inzwischen auch alle selber. Und mit Putenleber hatte ich übrigens keine Gestank-Probleme. 😉 Kann ich sehr empfehlen! Die Gartenschere ist bei mir übrigens auch immer im Gebrauch. 😀 Sind die besten Leckerlies, die Hunde lieben es und wir wissen vor allem genau was drin ist.
    Ganz liebe Grüße
    Rebecca

    • Reply
      LILLY & LENA
      27. Februar 2016 at 2:24 pm

      Das ist gut zu wissen, dann gebe ich dem Leber-Thema mit Putenleber noch eine Chance! 🙂

  • Reply
    Gilbert Yandow
    14. März 2016 at 12:42 am

    oder Joghurt mit Wurststückchen oder man gibt die Wurststückchen in die Brühe und friert alles ein.

  • Reply
    Erdbeere & Birnen Leckerli | HAPPY DOG LIFE
    21. Juli 2016 at 6:51 am

    […] den Fleisch-Snacks und Apfel-Leckerli habe ich neulich schon mal berichtet und weil die gebackenen Leckerli so einfach […]

  • Reply
    Birgit Greulich
    2. Dezember 2016 at 9:03 pm

    Hallo Lilly & Lena,
    ich bin eben durch Zufall auf euren Artikel gestoßen und möchte schon die ganze Zeit einen Dörr-Automaten. Der Automat, den du empfiehlst, ist ja recht günstig bei Amazon. Aber du bist damit zufrieden, oder? Und: ihr schreibt über Fleisch und Leber . Welche anderen „Organe“ habt ihr denn noch probiert? Und habt ihr auch Erfahrung mit Obst und Gemüse.
    Liebe Grüsse
    Birgit

    • Reply
      LILLY & LENA
      4. Dezember 2016 at 9:33 pm

      Hallo Birgit,
      ich muss Leider sagen, dass mein Dörrgerät nur ein Jahr mit uns geschafft hat. Das Plastik ist porös geworden und bricht. Ich brauche auch dringend ein neues Gerät. Das empfohlene auf Amazon hatte sehr gute Bewertungen, jedoch hatte ich einen anderen aus Griechenland gekauft. Sobald ich ein neues Gerät ausgewählt habe, gebe ich hier gerne Bescheid!

      Ich hab bisher Hühnchen, Rind, Leber und Sardinen gedörrt – alles hat super geklappt und Lilly geschmeckt!

      PS: Wie Du in meinem Artikel zum Thema Salmonellen lesen kannst, empfehle ich auch jeden Fall ein Gerät das über 70 Grad Celsius erhitzt!

  • Reply
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    5. Juni 2017 at 1:39 pm

    […] natürlich rein getrocknetes Känguru Fleisch. Super! Da ich für Lilly auch selbst Fleisch im Dörrer trockne, ist das Dörrfleisch genau unser Geschmack und Känguru eine schöne Abwechslung, ich verwende in […]

  • Reply
    Ute
    31. Mai 2018 at 3:00 pm

    Ich liebe meinen Dörrautomat. Ich verwende ihn angefangen bei Kräutern bis zu Hundeleckerlies. Chips aus Süßkartoffeln oder Bananen sind super lecker.
    Aber ich hätte gerne das Rezept für die Getreidefreien Leckerlie. Kann es nicht finden.
    Danke für die tollen Anleitungen.

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