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Green Dog Hundehaltung #4: Alternative Medizin [Einleitung & Gedanken]

Wer das erste Mal zum Hundehalter wird, will alles richtig machen und befolgt brav den Anweisungen der Tierärzte. Das mag nicht immer falsch sein, aber bei einigen Themen vertraue ich lieber auf natürliche und alternative Mittelchen, als auf die Chemiekeulen der Pharmaindustrie. Die Tierärzte gehen häufig auf Nummer sicher und vielleicht auch auf das was am meisten Gewinn einbringt. Nur selten war ich beim Tierarzt und bin ohne die Verordnung von Antibiotika oder Kortison wieder raugegangen. Ich will das nicht zu sehr pauschalisieren, aber die Häufigkeit in der wir starke Chemie verschrieben bekommen, ist meiner Meinung nach bedenklich.

Jutta Ziegler, Tierärztin und Autorin von Büchern wie „Schwarzbuch Tierarzt: Hunde würden länger leben wenn…“ oder „Tierärzte können die Gesundheit Ihres Tieres gefahren, Neue Wege in der Therapie“, bestätigt mein Bauchgefühl, das zu viel Antibiotika oder Kortison für Hunde verschrieben wird. Im Buch „Grüner Hund – Handbuch für nachhaltiges Hundeleben“ habe ich das erste Mal von ihr gelesen. Ihre eigenen Bücher stehen auf meiner Leseliste.

Tipp: Das Buch „Grüner Hund – Handbuch für nachhaltiges Hundeleben“ von Kinga Rybinska ist der perfekte Einstiege, für jeden, der sich über das Thema nachhaltige Hundehaltung informieren möchte und hat mich bei der Gründung von lills.store immer wieder inspiriert. Ihr könnt es darum auch bei uns in „Lill’s Organic Dog Store“ bestellen. (Werbung)

Lilly bekommt mittlerweile nur noch in echten Notfällen Antibiotika oder Kortison, die meisten Krankheitsfälle und Verletzungen haben wir bisher immer erfolgreich etwas sanfter und grüner lösen können. Es ist natürlich nicht immer einfach, die richtige Entscheidung für oder gegen Antibiotika zu treffen, aber ein gesunder Menschenverstand mit einem guten Bauchgefühl bekommt das meistens gut hin.

Das letzte Mal, dass unsere Tierärztin Antibiotika empfohlen hatte, war als Lilly eine Schnittwunde an der Pfote hatte. Der Grund für die Antibiotika-Tabletten war die Gefahr einer Entzündung, da sich die Wunder an der Pfote befindet und dadurch leichter Dreck und Bakterien hineingeraten könnten.  Akut lag kein Grund vor, dass Lilly Antibiotika nehmen sollte. Die Wunde war nicht entzündet, es ging also rein um die Vorbeugung von etwas, das nur vielleicht eintreffen könnte. Ich entschied mich dagegen und achtete einfach besonders darauf, dass kein Dreck in die Wunde kam. Ich säuberte sie gewissenhaft nach jedem Spaziergang und schützte ihre Pfote bei Spaziergängen mit einem „Hundeschuh“. Statt einer Creme vom Tierarzt gab ich erst täglich Jod auf die Wunde und später eine Wund,- und Heilsalbe für Kinder. Es passierte nichts, die Wunde verheilte völlig ohne Komplikationen.

Was wäre passiert, wenn ich Lilly das Antibiotika gegeben hätte?
Durchfall & Blähungen: Die Chemie schlägt auch Hunden auf den Magen, so das Durchfall und Blähungen die Folge sein können. Das passiert vor allem bei einer langfristigen oder häufigen Verabreichung von Antibiotika.

Keine Wirkung wenn es wirklich drauf ankommt: Umso häufiger Antibiotika eingenommen wird, umso schlechter wirkt es, weil die Bakterien sich auf die Wirksubstanzen einstellen und „immun“ dagegen werden können. In einem späteren Ernstfall, könnte es darum passieren, das die Tabletten bei Lilly nicht mehr richtig wirken.

Für mich machte das in diesem Fall keinen Sinn, denn ich hätte Lill’s Körper und Immunsystem mit dem Antibiotika belastet während sie all ihre Kraft brauchte um die Wunde selbst heilen zu können. Eine Infektion gab es ja noch gar nicht und sollte es in diesem Fall auch nicht geben.

Wenn ich selbst einen Schnupfen habe, nehme ich auch kein Antibiotika um eine eventuell kommende Grippe abzuwehren, sondern nehme zusätzliche Vitamine und Mineralien und trinke viel Ingwer-Tee, da Ingwer wie ein natürliches Antibiotika wirkt, das Bakterien sanft und natürlich bekämpft.

Die Einnahme von Antibiotika, ist häufig eine größere Belastung für den Körper, als die, welche es zu heilen gilt. Natürlich möchte ich Antibiotika nicht nur schlecht reden, ganz im Gegenteil, es hilft uns und unseren Hunden Bakterien zu bekämpfen, mit denen der eigene Körper nicht mehr fertig werden würde und das heilt und rettet viele Leben. Im Ernstfall also absolut sinnvoll, aber eben nur dann und nicht wenn es um eine Schnittwunde oder einen leichten Durchfall geht, mit dem der Körper selbst zurecht kommt.

Der Vorteil von Antibiotika ist, dass man relativ schnell eine Verbesserung wahrnehmen kann, aber vieles könnte das Immunsystem des Hundes auch selbst regeln, wenn man ihm nur etwas Zeit geben würde. Ich halte die Dosierung darum so gering wie möglich und versuche Lill’s Beschwerden erstmal mit natürlichen Mittelchen zu heilen. Geduld und Liebe gehören für mich zum Heilungsprozess dazu.

Ich hinterfrage beim Tierarzt jedes Medikament, wäge die Risiken für Lilly ab und gehe am Ende meistens ohne Chemie nach Hause. Es ist mittlerweile sogar so, dass ich mich häufig gleich von Beginn an gegen einen Besuch beim Tierarzt entscheide, wenn ich denke, dass er nichts anderes tun würde, als mit Antibiotika und Kortison zu verschreiben. Ich will an der Stelle aber darauf hinweisen, dass ich euch auf keinen Fall empfehle, nicht zum Tierarzt zu gehen! Lieber einmal mehr, als einmal zu wenig. Aber fragt nach, lasst euch erklären warum euer Hund welches Mittelchen nehmen sollte, damit ihr abwägen könnt, ob es die Belastung wirklich Wert ist. Vorbeugend Antibiotika einzunehmen, halte ich nicht für sinnvoll.

Genauso steht es um die Chemiekeulen gegen Zecken und Würmer. Ich hab mich in das Thema im vergangenen Jahr mal tiefer eingelesen und musste feststellen, das hier leider gar nicht im Sinne der Gesundheit für unsere Hunde verschrieben wird und ich komme auch nicht drum herum zu sagen, dass viele Tierärzte, wissentlich dass einige der Mittel extrem schädlich für die Gesundheit der Hund sind und sogar tödliche Folgen haben können, uns diese Mittel trotzdem verkaufen und empfehlen. Weil es ihnen egal ist, oder weil das Geld lockt? Ich weiss es nicht, finde es aber schockierend und verantwortungslos.

Bravecto“, eine Wurmkur, ist so ein Medikament. Alle drei Monate sollen wir unserem Hund eine solche „Wurmkur“ verbreichen damit wir uns keine Gedanken um Würmer mehr machen müssen. Dabei ist das noch nicht mal der Fall, denn die Profilaxe hält nur drei Tagen an, danach ist der Hund der Gefahr von Würmer ausgesetzt wie davor. Hätte der Hund Würmer, würde man sie damit natürlich alle drei Monate abtöten, aber hat er keine, wurde die Gesundheit des Hundes durch starke Chemie extrem belastet und sogar gefährdet, einfach nur so, völlig ohne Grund. Über die Risiken und Nebenwirkungen von „Bravecto“ hatte ich hier im Blog schon mal berichtet, darum möchte ich hier im Artikel nur kurz darauf hinweisen, dass „Bravecto“ zu Epileptischen Anfällen führen kann und es einige Fälle gibt, bei denen die Einnahme tödlich endete. Vielleicht könnte man das Risiko eingehen, wenn es sich um eine schwere Krankheit handelt, die nicht anders zu behandeln wäre, aber als profilaxe für Würmer, die der Hund meistens gar nicht hat, finde ich Chemiekeulen wie „Bravecto“ absolut übertrieben und eigentlich auch fahrlässig.

Auch SpotOns gegen Zecken gehören zu den Mitteln, welche die Gesundheit des Hundes mehr belastet, das dass es ihr hilft. Selbst die Anti-Zeckenhalsbänder wie „Scalibor“ sind so „giftig“, dass Fische davon sterben können, wenn der Hund damit ins Wasser geht. Die Vorstellung, dass das Blut meines Hundes, durch die Chemie so giftig wird, das eine Zecke davon stirbt wenn sie reinbeisst, finde ich mehr als erschreckend. Und auch hier wird die Chemie wieder rein prophylaktisch verabreicht. Wie hoch die Gefahr durch Zecken wirklich ist, hatte ich hier in diesem Artikel schon mal erläutert.

Antibiotika, Kortison, SpotOns und Wurmkuren. Wenn das nur schon alles wäre, was wir unseren Hunden an Chemie verbreichen sollen. Es wird ja auch noch geimpft und zwar gegen alles, für das es einen einigermaßen wirksamen Impfstoff gibt.

Und weil unsere Hund, völlig zurecht, einen sensiblen Magen und Allergien von all der Chemie bekommen, können wir sie auch nicht mehr „normal“ füttern und müssen viel Geld für Diät,- und Allergiefutter ausgeben, das nebenbei bemerkt, genauso ungesund ist wie die meisten Diätprodukte für uns Menschen. Beim Diätfutter angekommen, müssen wir dann nur noch Unmengen ungesunde Leckerli und Snacks in unsere Hunde schieben, damit zum völlig zerstörten Immunsystem auch noch Übergewicht zu den Leiden hinzukommt. Es gibt Immer mehr Experten, die mir an der Stelle zustimmen würden, wenn ich sage, dass das die systematische Zerstörung der Hundegesundheit ist. Mittlerweile bekommen über 50% der Hunde Krebst und es gibt sogar Quellen, die von 70% sprechen. Tierärzte berichten über eine extrem steigende Krebsrate und einer starken Steigung an Hunden die Allergien haben. Mich wundert das nicht, denn wir haben es geschafft unseren ungesunden kommerziellen Lifestyle mit zu viel industriell verarbeiteten Lebensmittel auf unsere Hunde zu übertragen. Warum sollten sie von den Konsequenzen verschont bleiben. Zum Thema industrielles Tierfutter wird es hier im Blog bald noch einen separaten Artikel geben. Kommen wir zurück zum eigentlichen Thema. Alternative Medizin für Hunde, denn häufig ist weniger mehr.

In den nächsten Tagen und Wochen, möchte ich euch ein paar alternative und natürliche Mittelchen vorstellen, welche ich nun seit über drei Jahren nutze, um Lilly die eine oder andere Chemiekeule zu ersparen. Da es aber wirklich viele tolle natürliche Mittelchen gibt, deren Wirksamkeit auch erwiesen wurde, werde ich zu den folgenden Themen jeweils einzelne Artikel schreiben und dann hier verlinken.

  • Zecken
  • Würmer
  • Durchfall
  • Augen,- und Ohrenentzündungen
  • Offene Wunden
  • Impfungen
  • Angst & Stress
  • Immunsystem

Das erste Thema „Zecken“ erscheint in wenigen Tagen. Ich teste noch ein selbst gemachtes Anti-Zeckenspray aus ätherischen Ölen.
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1 Comment

  • Reply
    Lisa
    25. April 2018 at 4:01 pm

    Hallo Lena, ich finde deinen Artikel super interessant! Bei meinem Carlos ist es leider das Gleiche. Immer wenn ich mit meinem Carlos beim Tierarzt bin, wird mir sofort irgendein Medikament „angedreht“, welches dazu noch völlig überteuert ist. Hab aber generell das Gefühl, dass viel lockerer mit Antibiotika und dergleichen um sich geworfen wird, auch bei den Menschen. Meine Schwiegermutter in spe zum Beispiel will auch immer gleich Antibiotika haben, auch wenn es nur eine Erkältung ist…und beim Hund sollte es definitiv auch nicht so sein. Ich freue mich schon sehr auf deine weiteren Beiträge zur alternativen Medizin bei Hunden und hoffe, dass ich so auch getrost auf ein paar Chemiekeulen verzichten kann. Vielen Dann für den Beitrag!
    Ganz liebe Grüße
    Lisa mit Carlos

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