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Wasserfilter | Warum auch Hunde gefiltertes Wasser trinken sollten

Nach meinem Artikel zum Thema „Frauchen {#ReducedWaste in der Küche}“  kamen einige Fragen zum Wasserfilter auf, den wir verwenden, um zum einen keine Glasflaschen mehr schleppen zu müssen, (Plastikflaschen kommen für uns nicht in Frage) und auch, weil ich mich etwas tiefer mit dem Thema „Trinkwasser“ beschäftigt hatte und ich es für gesünder halte, das Wasser zu filtern. Auch für Lilly.

In diesem Artikel möchte ich darum auf das Thema noch mal etwas tiefer eingehen, auch weil die meisten Hunde ausschließlich Leitungswasser zu trinken bekommen und ich das nach meinen Recherchen durchaus für bedenklich halte.

 

Als Lilly und ich auf Mykonos gelebt hatten, bekam Lilly kein Leitungswasser, da dies dort nicht sauber ist und weder Hund noch Mensch davon trinken sollten. Hier in Deutschland bin ich aber immer von einer sehr guten Wasserqualität ausgegangen und habe ihr Leitungswasser gegeben. Wir selbst haben Wasser in Glasflaschen gekauft und getrunken.

Als Patrick beruflich viel unterwegs war und ich die schweren Wasserflaschen aus Glas selbst schleppen musste, kam mir irgendwann der Gedanke, ob ich das nicht mit einem Wasserfilter umgehen könnte. Dieser Gedanke führte zu zwei Tagen Recherche rund um das Thema Wasser. In einem Laden stand ich vor etlichen Wasserfiltern und nahm einen Teststreifen mit, der mir verraten sollten wie hart unser Leitungswasser ist. Das Ergebnis rot. Unser Leitungswasser ist sehr hart, was bedeutet, dass es sehr kalkhaltig ist. Mittlerweile weiß ich, dass man das auch ohne Teststreifen herausfinden kann, indem man sich auf der Website des zuständigen Wasserwerks die Wasserwerte ansieht. Dort erfährt man auch, woher genau das eigene Leitungswasser kommt.

Aufgrund meiner neuen Erkenntnis, dass wir sehr kalkhaltiges Wasser haben, stand meine Entscheidung fest, ich brauche einen Wasserfilter. Allerdings wollte ich einen aus Glas und nicht aus Plastik. Ich konnte keinen finden und fragte in der Facebook Gruppe „Plastikfrei leben Tipps & Tricks“ nach einer Empfehlung.

Dort erhielt ich dann Kommentare wie „Gar keinen Filter kaufen! Filter sammelt Keime, kostet Geld, ist nicht gesünder. Kalkhaltiges Wasser ist nicht ungesund. Kalk besteht aus Magnesium und Kalzium, also sogar was essentielles für den Körper. Bis auf den persönlichen Geschmack spricht nichts dafür es zu filtern.“

 

Den kompletten Post mit Kommentaren könnt ihr hier lesen.

 

Ich lernte, dass Kalk im Wasser absolut nicht schädlich für unsere Gesundheit ist, es enthält sogar wertvolle Mineralien. Lediglich unsere Geräte wie der Wasserkocher oder die Spülmaschinen leiden darunter und müssen häufiger entkalkt werden.

Also brauch ich gar keinen Filter?

Doch, aber keinen Filter der „nur“ den Kalk aus dem Wasser filtert, wirklich bedenklich sind die im Leitungswasser enthaltenen Schwermetalle, sowie Rückstände von Hormonen, Medikamenten (Antibiotika) und Mikroplastik. Das ist in manchen Regionen mehr, in anderen weniger.

Schwermetalle gelangen durch alte Rohre ins Leitungswasser. Medikamente und Antibiotika durch das Abwasser von Krankenhäusern sowie durch den Kot von Tieren aus der Massentierhaltung.

Jedes Tier (auch Hunde), das Medikamente bekommt und dessen Kot in der Natur liegen bleibt, trägt dazu bei, das im Kot enthaltene Rückstände in unser Grundwasser sickern. Das wäre bei einer einzelnen Kuh die „mal“ ein Medikament bekommt nicht so schlimm, aber da in der industriellen Tierhaltung (Massentierhaltung) jedes Tier prophylaktisch Antibiotika verabreicht bekommt, um das ausbrechen von Krankheiten zu verhindern (was auf engem Raum sofort auf alle anderen Tier übertragen werden würde), ist der Kot eine wirkliche Belastung für unser Grundwasser. Das Fleisch davon übrigens auch, darüber hatte ich hier schon mal im Detail berichtet.

Mikroplastik ist mittlerweile leider einfach überall, verursacht durch Plastikmüll der sich in der Natur und im Meer in kleinste Teile zersetzt, befindet sich dieses schon viel zu Lange in unserer Nahrungskette (Mit einer Portion Muscheln, nehmen wir rund 900 Mikroteile Mikroplastik zu uns…).Diese Teile sind so klein, dass sie die Membranen durchdringen können und damit in unseren Körper und unseren Blutkreislauf geraten.

Bereits bei 90% aller Menschen aus Industriestaaten, kann über Blut oder Urin der Bisphenol A nachgewiesen werden, was ein Hauptbestandteil von Plastik ist. Auch über die Schleimhäute kann Mikroplastik aufgenommen werden. Das es immer noch unzählige Unternehmen gibt, die Kosmetikprodukten wie Duschgel, Shampoo oder Sonnencreme absichtlich Mikroplastik hinzufügen, damit sich diese für uns besser anfühlen, ist traurige Ironie und kaum zu fassen. Die Folgen können Krebs, Unfruchtbarkeit, und sogar eine Veränderung des Erbguts sein.

Um die Folgen der Antibiotika Rückstände im Trinkwasser, steht es leider nicht besser. Für Hund und Mensch bedeutet diese Rückstände, dass sich der Körper mit der Zeit an diese Antibiotika gewöhnt und folglich solche Medikamente im Ernstfall nicht mehr wirken. In Deutschland sterben jährlich ca. 7500 – 15.000 Menschen, weil Antibiotika bei ihnen nicht mehr wirken.

Und warum filtern das unsere Wasserwerke nicht raus, wenn die Rückstände so gesundheitsschädigend sind?

Dazu habe ich mir eine Reportage auf YouTube angesehen und gelernt, dass unsere Regierung bereits darüber spricht eine aktuell fehlende, vierte Reinigungsstufe einzuführen. Im Moment gibt es nur drei Reinigungsstufen in den Klärwerken, welche Mikroplastik und Medikamente nicht herausfiltern können. Auch Nitrat, welches durch Düngemittel der Ackerwirtschaft ins Grundwasser gerät, können unsere Wasserwerke nicht herausfiltern. Der Grund, warum die vierte Reinigungsstufe nicht sofort eingeführt wird, sind die damit verbundenen Kosten. Aktuell wird diskutiert, wer die Kosten dafür übernehmen sollte. Die Wasserwerke, Bundesländer oder wir mit einer jährlichen pro Kopf Pauschale. Es gibt auch eine Initiative zum Thema Mikroplastik, hier könnt ihr euch noch tiefer in das Thema einlesen und auch nachlesen, wie der politische Stand dazu ist.

Was uns bis dahin bleibt, ist die vierte Reinigungsstufe erstmal selbst zu übernehmen. Mit dieser Erkenntnis bin ich dann auf den Blogartikel von Christinavom Happy Mind Magazine gestoßen, die den Wasserfilter von „THE LOCAL WATER“ empfiehlt. The Local Water ist ein junges Unternehmen aus Hamburg, das im Dezember 2018 sein einjähriges Bestehen feierte. Das Team von The Local Water hat es sich zum Ziel gemacht, die Art wie die Menschen Wasser trinken zu verändern. Weg von der Plastikflasche, hin zu gutem Leitungswasser.

Mit dem Filter aus gepresster Aktivkohle werden 90% der Schwermetalle wie z.B. Blei und Kupfer gefiltert, 99,99% aller Pestizide, Medikamente, Hormone u.v.m. sowie 99,99% aller Bakterien. Er reduziert Mikroplastik und entfernt komische Verfärbungen und Gerüche. Zusätzlich wurde durch extrem feine Filterporen ein Schutz vor Verkeimung integriert.Was der Filter nicht kann, ist Nitrat, also Düngemittel-Rückstände herauszufiltern.

Bevor ich mich mit THE LOCAL WATER weiter beschäftigt habe, wollte ich dann aber noch mehr über Wasserfilter wissen und habe dabei herausgefunden, dass es drei Arten von Wasserfiltern gibt:


Die 3 Arten von Wasserfiltern

Ionentauscher
Der sogenannte Kannenfilter verwandelt Kalk in Natron.

Filter aus gepresster Aktivkohle
Filtert wie oben beschrieben 90% der Schwermetalle wie z.B. Blei und Kupfer gefiltert, 99,99% aller Pestizide, Medikamente, Hormone u.v.m. sowie 99,99% aller Bakterien. Er reduziert Mikroplastik und entfernt komische Verfärbungen und Gerüche. Zusätzlich wurde durch extrem feine Filterporen ein Schutz vor Verkeimung integriert.Kalk filtert er nicht heraus und was der Filter nicht kann, ist Nitrat, also Düngemittel-Rückstände herauszufiltern.

Umkehrosmose
Bei dieser Art von Filter, entsteht im Grunde destilliertes Wasser, welches um als Trinkwasser verwendet werden zu können, wieder mit Mineralien angereichwert werden muss, da diese bei der Filterung verloren gehen.


Der Kannenfilter viel für mich ja schon sehr früh raus und da es mir auch nicht sehr gesund vorkommt das Wasser erst komplett zu destillieren und dann wieder mit Mineralien anzureichern (zumal der Preis solcher Filtersysteme gerne mal bei 2.000€ liegt), entschiede ich mich für den Filter aus gepresster Aktivkohle von THE LOCAL WATER. Hier gibt es verschiedene Modelle. Auftischfilter, welche sichtbar neben dem Wasserhahn platziert werden und Untertischfilter, welche unter dem Spülbecken installiert werden.

Wir haben uns für das Model „ONE“ entschieden, einen Auftischfilter. Ein unsichtbarer Filter unter dem Spülbecken wäre mir zwar lieber gewesen, aber in unserer jetzigen Küche wollte ich nichts Großes mehr installieren, sie ist einfach schon zu alt. In der nächsten Küche gibt es aber auf jeden Fall einen Untertischfilter. Auch im Büro von „Lill’s Organic Dog Store“ wird es in Kürze einen Wasserfilter von THE LOCAL WATER geben – sobald die Küche eingebaut wurde!

Die Installation war super einfach, zumal das Team von THE LOCAL WATER vorab auch super hilfsbereit war, weil ich nicht genau wusste was ich brauche. Ich durfte einfach ein Foto von meinem Wasserhahnventil zusenden und das Team hat mir dann den richtigen Aufsatz mitgeschickt.

Paket aufmachen, Filter einsetzen, dran schrauben. Das Ganze hat keine 5 Minuten gedauert und jetzt trinken wir alle, auch Lilly nur noch gefiltertes Wasser. Bei Patrick war ich skeptisch, ob ihm der Geschmack zusagen wird, denn er ist da etwas eigen mit Wasser, aber auch er findet das Wasser klasse.

Jetzt müssen wir nur alle 6 Monate den Filter austauschen, das war’s. Wir haben immer Trinkwasser im Haus, ganz umweltfreundlich und vor allem auch gesund!

Der Filter „ONE“ kostet 148€ und für die Austauschfilter gibt es ein Abo, mit dem man alle 6 Monate einen neuen Filter zugesendet bekommt (ab 39€).

Damit wir nicht für jedes Glas Wasser in die Küche laufen müssen, haben wir auch eine Glasflasche von THE LOCAL WATER und nutzen zusätzlich die Glasflaschen unseres letzten Wassereinkaufs um Wasser abzufüllen.

Wir trinken nur stilles Wasser, wer Wasser gerne mit Kohlensäure trinkt, müsste sich ergänzend noch ein „Sprudel-System“ kaufen. Damit kenne ich mich aber nicht aus. Wäre aber eine Option, falls ihr euch nicht an stilles Wasser gewöhnen möchtet.

Was ich übrigens an dem Model ONE richtig praktisch finde ist, dass man ihn theoretisch auch ganz einfach auf Reisen mitnehmen kann. Z.B. um ihn im Wohnmobil oder in einer Ferienwohnung zu nutzen.

Wir sind wirklich sehr zufrieden mit unserem neuen Wasserfilter von THE LOCAL WATER und können ihn euch wirklich sehr empfehlen.

Wenn ihr Interesse an einem Filter von THE LOCAL WATER habt, kommt ihr mit dem Code „LILLSSTORE“ direkt in den Shop und müsste nicht erst auf euren eigenen Zugang warten.

www.thelocalwater.com

 


WERBUNG: Dieser Artikel entstand in freundlicher Kooperation mit THE LOCAL WATER, die uns den Wasserfilter „ONE“ zur Verfügung gestellt haben, nachdem ich mich durch meine Recherche für diesen Filter entschieden hatte.

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